#traveldiary Lissabon – ein Roadtrip, eine Hochzeit und feuchte Augen

Da ich Euch Empfehlungen für Lissabon gebe, ist das hier Werbung – aber eine selbstbezahlte Reise!

Hier geht es weiter mit Lissabon. Ich bin sehr froh, dass ich Euch heute schon Lissabon präsentieren kann, denn das, was an meinen Reisepost immer am längsten dauert, sind die unendlich vielen Fotos.

Das Sichten, Bearbeiten, Ablegen in die Auswahl. Dann die Auswahl wieder verringern und sich entscheiden, welche Fotos letzten Endes in den Blogpost übernommen werden sollen. Das dauert manchmal Tage (bei Mauritius Wochen…denn es sind hunderte Fotos…aber ich bin schon sehr weit).

Bei Lissabon hatte ich das Glück, dass unsere Freunde Thomas und Priska unsere Travelbuddies waren. Thomas hat ein tolles Auge für das, was man mit der Kamera einfangen kann, und eine Leidenschaft fürs Fotografieren. Ich freue mich, einige seiner Fotos für meinen Post benutzen zu dürfen.

Der schönste Spruch von Thomas war: „Sagt jetzt mal nichts und geht einfach weiter“. Klar, hat uns die Neugier gepackt und uns zurück blicken lassen… und wir sahen Thomas, der bäuchlings auf dem Boden lag, um die vorbeifahrende Autos in der Dunkelheit mit seinen Lichtern einzufangen. Das nenn ich Passion. Chapeau.

Ich kann sagen, dass Lissabon einer der lustigsten Reisen war, die wir je gemacht haben!

Das verlangt einen Absatz und ein Ausrufezeichen. Ich lache für mein Leben gerne, aber es passiert selten, dass ich an einem Tag fünf mal vor Lachen regelrecht geheult habe. Das Gefühl wenn der Brustkorb ganz weit wird und Du Dich einfach nur wohlfühlst und los lässt.

…und das spült plötzlich den ganzen sinnlosen Stress, den man sich manchmal selber macht, gleich mit heraus. Somit war es eine Reise für das Herz und die Seele mit Freunden, mit denen Du auch mal sinnlos albern über Nonsens lachen und ebenso gute Gespräche führen kannst.

Bevor wir die beiden aber getroffen haben, hatten wir einen Nachmittag und einen Vormittag Lissabon für uns ganz alleine. Wir sind so viel gelaufen gleich am ersten Tag und irgendwie konnten wir auch nicht aufhören. Die Atmosphäre der Stadt war so schön, die Luft so warm, die Leute so freundlich. Wir waren buchstäblich gefangen von Lissabon und haben uns einfach treiben lassen.

Lissabon erinnert mich nicht nur wegen der Ähnlichket der Brücke Ponte 25 de Abril sehr an San Francisco. Auch oft an Barcelona.

Unser 1. Hotel lag in der Nähe der großen Designershops, denen wir im Vorbeilaufen ein Lächeln geschenkt haben aber links liegen gelassen haben. Zu schön war das Wetter und die Neulust am Erkunden einer (für mich) neuen Stadt.

Irgendwann sind wir am Rossio Platz gelandet und dann vorbei am Elevador de Santa Justa. Anfang des 20. Jahrhunderts baute (von einem Schüler von Gustav Eiffel) die Stadt zwei Personenaufzüge, um eine bessere Verbindung zwischen den hügeligen Straßen herzustellen.

Auf vielfachen Tipp und auf meine Frage bei Instagram, was wir denn unbedingt machen müssen, wenn wir in Lissabon sind, haben viele geantwortet: Unbedingt mit der „historischen“ Linie 28 fahren und sich Lissabon anschauen.

Haben wir gemacht und brav 30 Minuten an der Anfangshaltestelle mit anderen Touristen angestanden. Somit war sicher, wir hatten für die Fahrt einen Platz. Einige Leute sind allerdings ein oder zwei Haltestellen später eingestiegen, hatten keinen Platz, mussten aber nicht wie wir Anstehen. Man muss abwägen, ob es einem Wert ist, dass Geschaukle der alten Bahn stehend zu verbringen und zu warten, dass ein Platz frei wird oder ob man sich in die Schlange stellt. Generell sind aber auch alle anderen Bahnen (die schönen Roten) eine Fahrt durch Lissabon wert.

Wenn man gezielt bestimmte Punkte anfahren möchte, dann kann ich auch ein Tuk-Tuk empfehlen. Dann hat man seinen privaten Reiseführer (den Fahrer) und kann auch mal halten, wo man möchte. Achtung! 1. Besser ein Elektro Tuk-Tuk nehmen, denn die Benziner sind zu laut und 2. den Preis vorher ausmachen.

Am Abend sind wir zwei dann durch die Bairro Alto, die schöne Altstadt, geschlendert , haben den ein oder anderen Absacker getrunken mit Blick auf Lissabon und haben dann durch Zufall den besten Platz draußen in einer Tapas Bar gefunden und das rummelige, gemütliche und freundliche Gewusel bei guten Tapas, einem Rosé und noch 34 Grad am Abend genossen. Vollkommen reich an neuen Eindrücken.

Am nächsten Morgen sind wir schon früh auf den Beinen gewesen um im JANIS zu Frühstücken. Das Frühstück kann ich sehr empfehlen. Es war nicht nur vom Interior sehr hübsch, auch vom Service und vom Essen.

Weiter ging es für uns zum Time-Out-Market und einem Abstecher zum Tejo. Angeblich soll es hier auch Flamingos geben…. wir haben keine gesehen :-).

Anschließend haben wir die Hügel der Stadt wieder erklommen (Lissabon ist auf 7 Hügeln erbaut worden) und uns auf den Weg Richtung Treffpunkt unserer Freunde in die Bairro Alto gemacht und ich konnte in einem alten Fliesenhandel eine Fliese aus einem Kloster kaufen (halleluja, die soll aber nur als Topfuntersetzer dienen).

Kurz vor dem Treffpunkt und etlichen schönen Straßen, Plätzen mit Ausblick über die Stadt und vielen Fotomotiven später hatten wir nach einem Tag schon das Gefühl, die Stadt ganz gut zu kennen.

Gegen Mittag waren wir dann zu viert. Zu viert auf Erkundungstour durch Lissabon um im weiterem Verlauf zur Hochzeit unserer Freunde ans Meer zu fahren.

Auf dem Weg unseres Roadtrips ans Meer haben wir noch einen Stop in Belem gemacht, weil wir unbedingt alle DIE „Pasteis de Nata“ der Stadt probieren wollten, von denen uns alle Welt vorschwärmt hatte. Und wir wurden nicht enttäuscht. Sie waren sensationell.

Belem kann man problemlos mit der Tram erreichen und ist ein Stadtteil im Westen von Lissabon. Die Umgebung von Belem ist auch historisch sehr interessant und auch ein Spaziergang am Tejo ist zu empfehlen.

Nach 2,5 Stunden Fahrt sind wir am Abend in Faro angekommen und haben mit Essen, Lachen und einem Spaziergang den Abend ausklingen lassen.

Der nächste Tag lässt sich nur zusammengefasst so beschreiben: Die Hochzeit, die Umgebung, das Brautpaar, die Gäste, die Gesänge der portugiesischen Familie, das Wiedersehen mit der Sängerin Astrid North (Ex Cultured Pearls), der Sonnenuntergang und gefühlte tausend und’s mehr …. haben dafür gesorgt, dass ich eine dauerbefeuchtete Augenpartie hatte. Dafür geben andere Frauen viel Geld für Feuchtigkeitscremes aus. Es war ein Fest fürs Herz!

Zurück in Lissabon haben wir uns die eindrucksvolle Christo Statue angeschaut, die von den Portugiesen erbaut wurde als Dank, dass Lissabon vom 2. Weltkrieg verschont blieb. Hier diente der brasilianische Christo als Vorbild.

Man sollte es nicht meinen, aber oben am Berg angekommen, konnten wir mit dem Mietwagen auf einen großen Parkplatz fahren ohne dass es irgendwelche Parkprobleme gab. Dies also als Tipp und besser nicht vorher parken, weil man denkt, oben gäbe es nichts mehr, denn die Parkmöglichkeiten auf dem Weg sind eher abenteuerlich.

Als wir ausgestiegen sind, war es schon wieder sehr emotional. Aus Lautsprechern kam Chorgesang (und erst jetzt im Nachhinein, als ich das hier schreibe muss ich so lachen, weil meine Freundin tatsächlich (hä??) ihr Handy in die Höhe gehalten hat um den Gesang zu Shezamen :-).

Man steht unter dieser eindrucksvollen 28m hohen Statur, geht in die Kapelle, zündete Kerzen an, ist ergriffen und beeindruckt zugleich und geht dann noch ein paar Meter weiter zur Aussichtsplattform und wird noch mal umgehauen, weil man Lissabon von einer ganz anderen Perspektive sieht, mit Blick auf die Ponte 25 de Abril (little golden Gate Bridge). Wir waren alle froh, dass wir diesen Stop noch eingebaut haben.

Zurück in Lissabon mussten wir ausgehungert erst mal die Hallen des Time-Out Market erkunden und haben im Anschluß ein neues Hotel im beliebten Viertel Chiado bezogen. Am Abend gab es wieder Tapas und einen Besuch im Gin Lovers in einem sehr eindrucksvollen Gebäude.

Am letzten Tag haben wir noch einen Citystroll durch Alfama gemacht und die Winkel und Gassen (Häuser mit und ohne Schlüpper – you know) erkundet und uns noch ein wenig durch diese schöne Stadt treiben lassen bis es am Nachmittag zum Flughafen ging. Natürlich wurde noch eine weitere Kachel aus einem alten Fliesenhandel als Untersetzer gekauft, denn auf einem Bein steht man ja bekanntlich nicht.


Restaurants
Tapisco (Bairro Alto)
Lost In (hier haben wir nur die mega Aussicht genossen und draußen etwas getrunken) (Bairro Alto)
A Cevicheria (Bairro Alto) – unbedingt reservieren
Gin Lovers (Bairro Alto) – hier haben wir nur etwas getrunken, das Essen sah aber ganz gut aus
Tapas 52 (Bairro Alto) laut aber kultig, leckere Tapas
JANIS (bestes Frühstück – tolles Interior) – direkt am Time-Out-Market und in der Nähe des Tejo

Hier 2 Empfehlungen, die wir oft gehört haben, aber leider keinen Platz bekommen haben oder das Restaurant geschlossen war: Prado Restaurant und Porto Final (am besten mit dem Schiff).

Hotels
Inspira Santa Marta Hotel – ganz schönes 4* Hotel (ruhige Zimmer)
AlmLusa Baixa/Chiado – ganz schönes 4* Hotel (Zimmer unbedingt zur Tramfreien Seite nehmen)

Beide Hotels haben wir mit der App Hotel Tonight einen Tag vorher gebucht und haben einen super Preis bekommen.

Alle Tipps inkl. APP sind unbezahlte Tipps unsererseits und müssen aber mit Werbung gekennzeichnet werden!

Ich finde Lissabon eignet sich wunderbar für ein verlängertes Wochenende und vielleicht habt Ihr hier ein paar schöne Ideen gefunden, was man alles machen kann.

Herzlichst,
Eure Susanne

Da auch jeder Reisebericht für mich als eine Art Tagebuch fungiert und ich mir den Artikel auch zu späteren Zeitpunkten durchlesen werde, sei mir für meine Erinnerung die kleinen Insider „nerveous breakdown“ „Feuchttücher“ „almost there“ und „HASE“ erlaubt. :-).

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5 Kommentare

  1. So schön geschrieben Susanne! Ist abgespeichert für März, wenn wir 4 Tage fliegen. Danke Du Liebe.

    Schönen Samstag Euch
    Carolin

  2. Tolle Bilder, Tolle Eindrücke, tolle Emotionen, die Du transportierst.
    Ich möchte jetzt am liebsten nach Lissabon ❤️. Danke dafür.

    Liebst
    Carolin

  3. Ich liebe einfach Deine Reiseberichte. Auch auf Instagram. Bei Dir merkt man richtig, wenn Du brennst. Mach bitte weiter so.

    Charlotte

  4. Ein toller Bericht über eine tolle Stadt, Susanne. Wir waren letztes Jahr da und ich möchte schon wieder hin. Wir sind an der Tram nicht ganz so lange angestanden, haben einen Sitzplatz bekommen, aber mein Mann ist natürlich aufgestanden, als ein paar ältere Damen eingestiegen sind

  5. Wau, ist das schön, hab die Reise von Dir ja auf Instergram etwas mitverfolgt, aber diese Bilder sind super schön. Ich muß da auch hin….bin mir zwar nicht ganz sicher ob das mit dem Rollstuhl einfach wird. Aber wer nicht versucht der nicht gewinnt.
    Vielen Dank für diese schöne Geschichte.
    lg Babsy

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