HUBBY'S CHOICE: DRAUSSEN NUR KÄNNCHEN ;-)

Psssst…Vorwort von mir: ich durfte nix ändern….gaaaaaar nix ;-)

Hallo, zusammen,

so, nachdem meine Frau viel Zeit mit ihrem Blog verbringt, bin ich jetzt mal dran, der HDH (Herr des Hauses), die bessere Hälfte, der Hubby….Ich halt! Also “hijacke” ich jetzt mal Eure Aufmerksamkeit…und zwar für Filterkaffee!

Nachdem ich ein echter Kaffee-Junkie bin, hat mich Susanne vor zwei Wochen mit einem Kaffee-Seminar überrascht. Thema: Filterkaffee! ….Hm, hab ich zunächst gedacht, ein Seminar über Filterkaffee? Wie viel Zeit kann das schon in Anspruch nehmen? 10 Minuten? Braucht Wasser so lange bis er durch den Filter der Maschine geflossen ist? Bei Lucky Luke galt immer: Der Kaffee ist erst dann gut, wenn das Hufeisen oben schwimmt! Muss man mehr wissen?

Ja, kann man und muss man! The Dripcoffee is back! Tony, von unserem Lieblingskaffeestand am Elisabethmarkt (Standl20…Da wo’s an Kaffee gibt!) hat mich in die vielfältige Welt des Filterkaffees eingeführt. Und ich kann Euch sagen: Es war ein Erlebnis und Genuss! Danke noch mal, Tony!

Ich habe eine Menge gelernt über Kaffee: Von Anbau und Sorten über die Ernte und Verarbeitung/Röstung. Und natürlich über die unterschiedlichen Brühverfahren: Vom klassischen Porzelanfilter (Danke, Melitta ;-)) über die Frenchpress bis zur Aero Press (mir, ehrlich gesagt, zu umständlich). Auch Coldbrew haben wir probiert (aufgrund des hohen Koffeingehalts eine gelungene Alternative zum bekannten Gummibärchensaft ;-))

Und ich habe eine Menge Kaffee getrunken und war lange wach… Im Standl20 gibt es eine handverlesene Auswahl von Kaffees, alle ausschliesslich Arabica, und alle geröstet in der JB Kaffeerösterei in Dachau. Nach 3 Stunden Mahlen, Brühen, Schlürfen habe ich dann auch den für mich besten Kaffee mit dem optimalen Brühvorgang gefunden.

Hier also mal kurz meine wichtigsten Erkenntnisse zum Thema Filterkaffee und optimales Brühen:

  1. Das Wasser:
    Das optimale Wasser ist gefiltert und hat beim Brühvorgang eine Temperatur zwischen 92° – 96° Celsius (beim Wasserkocher ca. 30 Sekunden warten nachdem der Siedepunkt erreicht ist).
  2. Der Filter:
    Wichtig ist, dass der Filter vor dem Brühen ordentlich gespült wird, da der Zellstoff ansonsten durchaus noch ungewollten “Geschmack” abgibt.
  3. Die optimale Kaffeemenge:
    Für eine Menge von ca. 200 ml Kaffee (entspricht ca. 1 guten Tasse Kaffee) nimmt man eine Kaffeemenge von ca. 12 g. Bei mehr Wasser entsprechend natürlich mehr. Nach einigem Ausprobieren habe ich für mich festgestellt, dass eine Menge von 30 g Kaffee für eine Menge von 500 ml Kaffee perfekt ist.
    Am besten wird der Kaffee frisch gemahlen. Ich habe mir hierfür eine Handkaffeemühle zugelegt. Wenn man nicht gerade Kaffee für 10 Personen kocht, kommt man damit prima klar.
  4. Der optimale Mahlgrad:
    Die absolut wichtigste Erkenntnis! Der Mahlgrad sollte so gewählt werden, dass der Brühvorgang bei einer Menge von 200 ml ca. 2.5 Minuten dauert (bei 500 ml ca. 3.5 – 4 Minuten). So entfaltet der Kaffee das beste Aroma und man vermeidet ungewollte Bitternoten im Kaffee. Hier muss man sich einfach ein bisschen herantasten.
  5. Der Brühvorgang:
    Das Kaffeepulver wird im Filter zunächst nur kurz übergossen, damit es ein bisschen aufquellen kann. Hiernach sollte das Wasser dann kreisförmig und gleichmäßig über das Kaffeepulver gegossen werden.

Mich hat das, ehrlich gesagt, geschmacklich überzeugt und seitdem bleibt auch bei uns zu Hause die Espressomaschine immer öfter mal aus und es wird gemahlen, gewässert und gebrüht. (JETZT SAG ICH DOCH WAS: Nicht von mir!!! :-))

Also, wenn ich Euch damit auf den Geschmack gebracht habe, dann besucht doch mal den Tony hier und lasst Euch beraten oder probiert einfach mal ein paar unterschiedliche Kaffesorten und Zubereitungsarten durch. “Draußen nur Kännchen” hört Ihr bei den Jungs übrigens nicht….

Viele Grüße,
der Hubby

HERZLICHEN DANK für Deine Mühe und die Idee einen Gastbeitrag zu schreiben, lieber Hubby!!!! (Auwei jetzt habe ich keine Ausrede mehr und hier steht jetzt schwarz auf weiß die Anleitung zum „selber“ brühen :-))

Dazu habe ich für Euch einen saftigen Schokoladenkuchen mit selbstgemachter Whiskey-Carmel-Sauce gemacht …..alles wie immer easy in der Zubereitung…..und mit Sahne und kandiertem Orangen-Topping: HEAVEN! ….bei Kindern kann man die Sauce einfach weg lassen…..

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Rezept Schokoladenkuchen

450 g Mehl
6 gestrichene EL Kakaopulver
1 Pck. Vanillezucker
1.Pck. Backpulver
150 ml Pflanzenöl (geschmacksneutral)
300 g Zucker
200 ml Sojadrink oder Reisdrink
Wasser nach belieben
100 g Schokolade, Zartbitter
200 g Kuvertüre, Zartbitter
(–> ich habe übrigens den Schokoladenüberzug durch Sahne-Topping
mit einem Spritzer Orangensaft und kandierten Orangenscheiben ersetzt)
Fett für die Form

Zucker, Vanillezucker, Mehl, Backpulver und Kakaopulver vermischen. Anschließend mit dem Öl und dem Sojadrink bzw. Reisdrink verrühren. So viel Wasser zugeben und unterrühren, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Die Zartbitterschokolade in Stücke schneiden und mit dem Teig vermischen. Den Teig in eine gefettete Form füllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 175°C ca. 60 Min. backen. Nachdem der Kuchen abgekühlt ist, Sahne mit einem Spritzer Orangensaft und Sahnesteif schlagen und mit kandierter Orangenschale verzieren ……Schokolade und Orange = richtiiiig: Heaven!

 Rezept Whiskey-Caramel-Sauce

Zutaten für 1 Flasche 250 ml
200 g Zucker
175 ml Sahne
1 EL Butter
2 EL Whiskey

Den Zucker in einen Topf geben und auf mittlerer Hitze unter ständigem Rühren schmelzen lassen, bis das Karamell dunkelgold ist und keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Den Topf vom Herd nehmen und vorsichtig die Sahne unterrühren. Den Topf zurück auf den Herd bei kleinster Temperatur stellen und solange rühren, bis das Karamell wieder flüssig ist.

Butter und Whisky hinzufügen und in eine sterilisierte Flasche füllen. Vor Gebrauch auf Raumtemperatur bringen oder auf die Heizung stellen, damit man die Sauce z. B. über Eis gießen kann.

Viel Spaß beim Nachmachen! …..Adleraugen haben gesehen, dass ich ein wenig die Küche umdekorieriert habe (ein wööönziges Stück)….Ein paar Bildchen zeige ich Euch die Tage….denn jetzt geht es erstmal auf die Ski….

Ich wünsche Euch einen gemütlichen Sonntag,
Eure Susanne

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17 Kommentare

  1. Hallo Susanne,
    ich bin jetzt ein wenig verwirrt, was das mit „Draußen nur Kännchen“ zu tun hat. Schreibt hier jetzt dein Mann oder der Mann vom „Draußen nur Kännchen“ Blog von Caroline Goetze?
    Ansonsten ein toller Beitrag, ich bin nämlich auch ein Kaffee Junkie.☺
    VG Sanne

    • Hallo Sanne,

      :-))))))))))))….Vielen Dank! Hier hat mein Mann einen Gastbeitrag geschrieben. Und „Draußen nur Kännchen“ ist doch ein geflügelter Satz, den man immer in den Cafés draußen hört….. Das hat also nichts mit Carolines Blog zu tun. Mein Mann hat diesen gängigen Satz einfach aufgegriffen.

      Liebe Grüße,
      Susanne

  2. Liebe Susanne,
    ich habe gerade deinen Blog per Zufall entdeckt und muss sagen, dass mein Mann auch gerade vor 2 Tagen von Filterkaffee anfing zu sprechen. Bisher hatte er in den letzten Jahren Instantkaffee getrunken, da ich kein Kaffeetrinker bin und wir nach dem letzten Umzug einfach nicht schon wieder eine neue Kaffeemaschine mehr anschaffen wollten. Für Gäste steht zwar immer so ein Tassimo-Ding rum, aber wie gesagt, bisher war der Kaffee für meinen Mann ok. Doch seit 2 Tagen will er einen Filterkaffee mit allem drum und dran. Ich glaub, ich hab ihn am Sonntag zu lange alleine gelassen, als ich auf der Ambiente war! :D Jedenfalls hatte er da gegoogelt. Nun haben wir den Salat bzw. Kaffeefilter-Tick! hihii
    Vielen lieben Dank an deinen Mann für den netten Beitrag! Ich werde hier nun öfters mal vorbeischauen, denn dein Blog gefällt mir gut.
    Liebe Grüße, Nadine – breukesselchen

  3. Birgit ( biggiausdemnorden)

    Das find ich ja einmal nett, dass die Männer auch einmal zur Wort kommen. Wie ich lese, hat es dir wahnsinnigen Spaß gemacht, alles über die Zubereitung eines Kaffees zu lernen und hast uns somit auch gleich einen Einblick geben können, danke. Du darfst uns ruhig öfters unterhalten und wenn ich an dein Seminar denken, ein kleiner Tipp : Mein Mann hat einmal an einem Whiskey-Seminar teilgenommen. Nein keine Angst, er konnte beim Nachhausegehen noch laufen und hat auch keinen Unsinn später geredet. Vielleicht gibt es so ein Seminar auch bei dir in der Nähe , man erfährt endlich, welchen Whiskey mal lieber im Regal stehen lassen sollte und vieles mehr, ähnlich wie beim Kaffeeseminar, nur eben mit Whiskey statt Kaffee :0)
    Viele Grüße von Birgit aus…

  4. Susanne, toller Gastbeitrag von deinem Mann, sollte er öfter mal machen
    Und bei deinen Bildern vom Kuchen mit dieser Sosse, bekam ich direkt Appetit obwohl wir gerade erst geschmaust haben. Habt noch einen schönen Sonntag im Schnee, liebe Grüsse, Kerstin

  5. Liebe Susanne,

    du haust mich immer wieder um!
    Ein bloggender Mann… <3<3<3
    Whiskey-Karamell-Sauce… *Brauche ich sofort!
    Uuuurlaub im Schnee… *Nehme ich wohl auch

    Ich wünsche euch von Herzen eine tolle Familienzeit im Schnee!!!
    Drück dich!
    Julia

  6. Liebe Susanne,

    ich liege noch im Bett und da kommt die Mail vom neuen Post.

    Ganz wunderbar wieder mal!!!!! Ich freu mich immer auf einen neuen Post von Dir und herzlich willkommen Hubby in der Bloggerwelt!!!!!

    Viel Spaß beim Ski fahren,
    wir sind gerade gestern aus Tirol zurück…

    • Oh wie schön, wir waren bis gestern Nachmittag auch in Tirol. Heute Vormittag haben wir uns den Streif-Film angeschaut und haben sofort wieder Lust bekommen Ski fahren zu gehen :-).
      Liebe Grüße und schönen Abend,
      Susanne

  7. Super toll, Susanne. Gerade beim Scrollen durchs Netz gefunden. Den Kuchen leite ich an meine Frau weiter :-)

    Schönen Sonntag!

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