INTERIOR: ROOMTOUR NEUHEITEN KINDERZIMMER

Hallo Ihr Lieben,

bevor ich Euch unsere diversen farblichen Veränderungen im Wohn- und Esszimmer im nächsten Post zeige, möchte ich Euch erst etwas Einblick in das Zimmer meines Sohnes geben.

…und das konnte ich auch ausnahmsweise ganz gut, denn gestern waren nicht die wilden Kerle, die Kumpels meines Sohnes, zu Besuch, nein, wir hatten (5-jährigen) Damenbesuch :-).

Im Zimmer meines Sohnes kann ich mich sonst nicht so frei mit der Kamera bewegen, was daran liegt, dass dort berechtigterweise gespielt, gebaut, gebastelt, gewalzt, gebaggert, ausgeschüttet und gemalt wird.

Gestern konnte ich also die Gunst der Stunde nutzen, habe aufgeräumt und ein paar Bilder gemacht. Es waren nicht die besten Lichtverhältnisse….mal zu sonnig….mal zu wolkig…aber für einen Eindruck reicht es.

Vor einigen Wochen ging Max großer Wunsch nach einem Hochbett in Erfüllung und wir haben endlich den kleinen Kindertisch gegen einen neuen Schreibtisch ausgetauscht. Nicht weil Max schon in die Schule kommt, nein, die Schule fängt für Max, der im Sommer sechs Jahre alt wird, glücklicherweise noch nicht an. Ich sage glücklicherweise, weil dies unser größter Wunsch war.

Wir wollten ihm noch ein wenig Zeit lassen mit der Schule und waren wirklich froh, als vor kurzem der Brief ins Haus flatterte, dass die Rückstellung erfolgreich geklappt hat…. Noch schöner: Bei den anderen wilden Kerlen auch :-). Da waren wir Eltern uns schnell einig und es hat uns alle einige schlaflose Nächte gekostet, erstens mit der Entscheidung an sich und zweitens, ob die Schule uns da unterstützt. Denn ich weiß von Freundinnen aus dem Rheinland, dass es da nicht ohne weiteres geht. Wir haben viel darüber gelesen und egal mit wem wir Elternpaare in den letzten Wochen gesprochen haben, alle haben uns in unserer Empfindung unterstützt, Schule mit 7 ist für uns die richtige Entscheidung.

Für Max und die Jungs ist das vollkommen ok, und genauso oder fast noch schöner, hat uns da auch unser toller Kindergarten unterstützt, der sich freut die Jungs weiter zu betreuen und eben in dem Jahr noch spezieller zu fördern, sollten sie sich langweilen. Unser Sohn ist zwar sehr pfiffig und ihm macht die Vorschule im Kindergarten großen Spaß, er versteht schnell Zusammenhänge bei Zahlen und Buchstaben und besitzt eine gute Feinmotorik beim Zeichnen (die ich bis heute noch nicht besitze….wenn ich ein Pferd male sieht das genauso aus wie ein Löwe, eine Giraffe, ein Hund oder eine Katze)….aber die Konzentration ist einfach noch nicht so ausgeprägt. Und damit wird sich mein Sohn in der Schule schwertun. Ob das in einem Jahr dann besser ist, wer weiß? Ich glaube schon.

Jedes Kind hat da sein eigenes Tempo bei der Entwicklung und ist ganz individuell zu sehen und man kann auch nicht alles über einen Kamm scheren. Eltern sollten auf ihr ureigenes Bauchgefühl hören und wissen, ob mit 5 oder 7 Jahren der richtige Start für ihr Kind ist. Oftmals sind Geschwisterkinder auch noch mal weiter und bekommen von größeren Geschwistern mehr mit als Einzelkinder. Ebenso sind Mädchen auch nicht unbedingt mit Jungs zu vergleichen, weil beide Geschlechter eine unterschiedliche motorische Entwicklung besitzen. Meistens sind Mädchen reifer und können viel besser stillsitzen und sich konzentrieren. Bei Jungs ist der Bewegungsdrang viel ausgeprägter und Fußball ist viel spannender als z.B. das Zuhören im Klassenraum.

Bei Max und seiner liebsten Sandkastenfreundin Ilvy konnte man den Unterschied schon ganz früh sehen. Während wir Ilvys 2.ten Geburtstag feierten, sprach Ilvy (ich glaube auch schon ein halbes Jahr vorher) wirklich fließende Sätze. Sie quasselte ununterbrochen auf Max ein, der ihr nur mit einem lauten: „Tatüüüütaaaaataaaaaa“ antwortete. (Logische Schlußfolgerungen, dass das mit der schon in die Wiege gelegten Mann-Frau-Kommunikation „Frau erzählt etwas und Mann hört nur Rauschen“, zu tun hat, schließe ich jetzt mal aus.)

Habt Ihr eigentlich schon mal von der „Sechsjahreskrise“ gehört….. (bei uns eine Punktlandung mit Fünfeinhalb). Ihr wisst nicht was das ist? Dann stellt Euch die Pubertät in Klein vor. Ich hatte noch nie von dem Begriff „Sechsjahreskrise“ gehört, war aber dann beruhigt, dass es auch anderen Eltern im Netz so ging wie mir, die sich fragten, was ist denn jetzt los mit meinem 5-6-jährigen Kind? ….Ich dachte unser liebes Kind wäre über Nacht ausgetauscht worden. Da reichte es, wenn ich morgens die falsche Brotdose für den Kindergarten rauslegte, dass es einen mittleren bis extrem gewittrigen Weinkrampf gab, oder der Knopf der Hose nicht zuging und mit den Armen auf den Boden geschlagen wurde. Ich konnte das alles kaum glauben, denn unser Sohn ist sonst tiefenentspannt….. und habe die ganzen Wochen immer nach der versteckten Kamera im Zimmer gesucht, die mich überraschen möchte und mein Sohn ist der Lockvogel.

Von heute auf morgen war er überempfindlich und bockig und hat viel geweint. Das hat mit der Entwicklung vom Kleinkind zum Vorschulkind zu tun. Die Körperwahrnehmung wird eine andere, die Zähne fallen aus (bei uns schon Stand gestern 3) und das Kind entwickelt ein neues Selbstbild. Das rüttelt die Zwerge manchmal so sehr hin und her und dann kommt es zu solchen Stimmungsschwankungen wie in der Pubertät. Ich glaube aber, wir haben es jetzt hinter uns und hatten jetzt gut 5 Wochen damit zu tun. Was bei uns geholfen hat? Viel Verständnis, Ruhe bewahren und nicht provozieren lassen, denn das Kind ist ja in der Situation schon mit sich selbst total überfordert und weiß selber gar nicht was gerade mit ihm los ist. Keep calm and smile on!

So! Jetzt aber weiter….die Entscheidung mit der Schule ist gefällt und wir können unserem Kind noch ein entspanntes Jahr „schenken“, auf das ich mich sehr freue!!

Aber auf seinen neuen „Schul“-Schreibtisch mit Geheimschublade, den ich letzte Woche beim Schweden besorgt habe, ist Max schon jetzt mehr als stolz.……und ich bin um eine fiese Zerrung vom Schleppen und Aufbauen reicher :-))

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Ich genieße gerade sehr den ordentlichen Eindruck (der täuscht!). :-)

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Dieses alte Bücherregal aus alten Paletten habe ich in meiner ehemaligen Lieblings-Boutique in Köln gekauft und es stand schon in unserer Wohnung in Köln, dann in München im Esszimmer und nach dem Umzug ist es jetzt in Max Zimmer gewandert.

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Die Löwenhöhle: Hier wird gechillt, sich mit den Kumpels verkrochen, vorgelesen, CD´s gehört (am liebsten Fanta 4, die kleine Hexe & Petterson & Findus) 

 

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SAMSUNG CAMERA PICTURESInternationale langjährige Weggefährten :-)): Snoopy aus Eastborne, Lenni hat sich Max in New York ausgesucht und Bäro aus Sylt…

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Ich wünsche Euch ein schönes und entspanntes Pfingst-Wochenende, egal ob mit oder ohne Eisheilige….macht es Euch einfach schön!

Alles Liebe,
Eure Susanne

Bezugsquellen:

Bilder Hasen fritz&froh hier
Sternen Teppich Lorena Canals hier
r
under Teppich H&M hier
Kissen Wal & Kissen House ferm Living hier
Miffi Leuchthase hier
Wand Trophäe Hase & Schnautzer URBANARA (und so viele neue mit bunten Haaren, so schön)  hier
Schreibtisch Ikea

 

 

19 Kommentare

  1. Hallo liebe Susanne,
    Sehr gelungenes Zimmer!
    Woher sind denn die quer durch das Zimmer gehängten Fahnengirlanden?
    Vielen Dank für ein Feedback,

    Anna

  2. Hallo liebe Susanne,
    das Kinderzimmer ist ja wirklich ein Traum.
    Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, aber magst du vielleicht verraten, was das für eine Wandfarbe ist? Ist sie auch von der neuen Alpina-Sorte oder selbst abgemischt? Die ist wirklich wunderschön.
    Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche!
    Viele Grüße
    Rebekka

    • Liebe Rebekka,

      die Farbe ist glaube ich von Farö & Ball Grau….aber ich weiß es nicht mehr. Es ist so lange her und wir haben keinen Farbrest mehr.

      Viele liebe Grüße.
      Susanne

  3. Hallo Susanne,

    das ist Dir aber sehr gelungen. Post und das schöne Kinderzimmer. Du hast ein ganz tollen Blick dafür.

    Herzlichst, Deine Katja

    Ps beim Kommentieren bekomme ich immer eine Fehlermeldung

  4. Hallo aus Österreich,

    so schön liebe Susanne. Ich freue mich immer, wenn Deine Posts ins Postfach huschen.

    Fesch!

    Sonnengruss Antonia

  5. Guten Morgen liebe Susanne,

    ich antworte als stille Leserin jetzt auch mal, obwohl die Kommentare immer abrechen und eine Fehlermeldung zum Schluss kommt.

    Die Deko ist ganz zauberhaft und wie so oft möchte ich Dich ganz oft fragen, kann man Dich buchen :-)))

    Wir haben unsere Söhne (Zwillinge) auch mit 7 eingeschult und hatten dafür sogar ein Attest angefordert beim Kinderarzt. Wir sind mit der Entscheidung so glücklich. Heute sind die Jungs 10 und das eine Jahr haben sie gebraucht und kommen super mit in der Schule. Und der Stress geht ja früh genug los.

    Liebe Grüße,
    Angelika

  6. Isabel Hofreiter

    Susanne, was für ein schönes Zimmer, was für ein schöner Bericht. Jetzt hat das bockige Verhalten meiner kleinen Julia einen Namen. Danke für den schönen Bericht.

    Liebe Grüße,
    Isabel

  7. Liebe Susanne,

    ich bin ganz begeistert von Deinem liebevollen und entzückende Kinderzimmer. Du hast ein wunderbares Händchen und immer einen amüsanten Stil zu schreiben, den ich sehr liebe.

    Weiter so und liebe Grüße aus Ibiza,
    Lisa Leher

  8. Liebste Susanne,

    wow, was für wundervolle Eindrücke in das Kinderzimmer!
    Da würde ich mich auch glatt pudelwohl fühlen ;)
    Gaaaaaanz mein Geschmack!

    Ich finde es wirklich bewundernswert und richtig, dass ihr euch so für euren Max
    und seinen Schulstart eingesetzt habt.
    Ich hätte meinem Mini auch gerne noch ein Jahr „Reifung“ und Unbeschwertheit gegönnt,
    aber das ist hier auch gar nicht so einfach bis schier unmöglich, wenn es nicht zwingende Gründe gibt.
    Mein Mini wird ja auch erst im Sommer 6…
    Aber gut, er wird es meistern, alle seine Freunde starten auch mit der Schule,
    er freut sich drauf, was soll er also „allein“ im Kindergarten verbleiben.
    Er braucht auch definitiv neuen und fordernden Input und unser Kiga ist da leider nicht ganz so „förderbereit“ ;)

    Hehe, aber völlig neu ist mir die „Pubertät“ mit 5/ 6 Jahren.
    Denn: Alle die von dir beschriebenen Phänomen gab es hier auch!
    Boah…
    Aber ich wusste nicht, dass es dafür einen Namen gibt…
    Das beruhigt mich jetzt, dass das nur eine Phase ist!
    Es wird auch eindeutig wieder besser momentan ;)
    Ich las auch kürzlich den Spruch: Wenn die Zähne wackeln, wackelt auch die Seele.
    Wie wahr!

    Ich schicke dir die liebsten Grüße
    und wenn du mal wieder in Köln bist, dann lass uns doch mal treffen, ja? ;)

    Einen schönen See-Urlaub für euch…
    Julia

    • Liebe Julia,

      jede Mama hat da das richtige Gefühl und Euer Mini wird das hervorragend meistern mit seinen Freunden!!!
      Puh….ich bin auch immer froh, wenn jemand schreibt, das das mit der Sechsjahreskrise genauo ist :-)) Es scheint vorüber …nur noch gelegentliche Ausläufer…

      Danke Julia und noch mal einen dicken Drücker,
      Susanne

  9. Liebe Susanne,

    nicht nur das liebevoll gestaltete Kinderzimmer ist ein Traum auch Deine Bauchentscheidung ist die einer fürsorglichen Mama.

    Unsere Tochter ist mit 6,5 Jahren in die Schule gekommen und unsere Sohn mit 5,5 Jahren. Aber die beiden waren in Ihrer Entwicklung nicht ein Jahr auseinander sondern eher zwei. Rückblickend hätte ich es anders gemacht, denn es war ein Kampf. Aber jetzt sind wir nach vier Jahren über den Berg :-).

    Liebe Grüße
    Stella

  10. Guten Morgen liebe Susanne,

    erstmal….das sieht so schön aus und so liebevoll dekoriert.

    Ich kann Dich auch nur unterstützen. Ich bin selber Grundschullehrerin und meine beiden Jungs sind auch mit 7 in die Schule gekommen und wir waren sehr froh mit der Entscheidung. Jungs holen erst in den späteren Jahren auf und Mädels sind dafür früher in der Pubertät. Das kann in einer Klasse dann schon deutliche Unterschiede geben. Aber wie Du richtig schreibst, muss das jedes Elternteil selber entscheiden.

    Herzliche Wochenendgrüße,
    Anna Maria

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